Krankengeldversicherung für Freiberufler: Worauf muss man achten?

Als Freiberufler gibt es viele Aspekte, die bei der Absicherung der eigenen Gesundheit berücksichtigt werden müssen. Ein wichtiger Bestandteil ist die Krankengeldversicherung, die im Ernstfall die finanzielle Absicherung bei längerer Krankheit gewährleistet. Doch worauf muss man konkret achten, wenn man als Freiberufler eine Krankengeldversicherung abschließen möchte?

Bedeutung der Krankengeldversicherung für Freiberufler

Als Freiberufler ist man nicht über den Arbeitgeber in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Stattdessen ist man in der Regel freiwillig gesetzlich versichert oder privat versichert. In beiden Fällen gibt es keinen Anspruch auf Krankengeld im Krankheitsfall. Da jedoch gerade Freiberufler auf ein regelmäßiges Einkommen angewiesen sind, ist eine finanzielle Absicherung durch Krankengeld besonders wichtig.

Unterschiede zwischen gesetzlicher und privater Krankengeldversicherung

Für Freiberufler gibt es grundsätzlich zwei Optionen: Die gesetzliche oder die private Krankengeldversicherung. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung kann man sich als Selbstständiger freiwillig versichern. In diesem Fall gilt jedoch eine sogenannte "Blockfrist" von vier Jahren, in der nichts oder nur wenig Krankengeld gezahlt wird. Die genauen Regelungen können je nach Krankenkasse variieren.

Die private Krankengeldversicherung hingegen bietet von Anfang an eine individuelle Absicherung, die nicht von einer bestimmten Blockfrist abhängig ist. Allerdings sind die Kosten für eine private Krankengeldversicherung in der Regel höher als für die gesetzliche Variante.

Kriterien bei der Wahl einer Krankengeldversicherung

Bei der Wahl einer Krankengeldversicherung als Freiberufler gibt es verschiedene Kriterien, die beachtet werden sollten. Dazu gehören unter anderem:

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Besonderheiten für bestimmte Berufsgruppen

Je nach Berufsgruppe können sich spezifische Besonderheiten bei der Krankengeldversicherung ergeben. Beispielsweise haben Künstler und Kreative oft unregelmäßige Einnahmen, weshalb flexible Zahlungsmodelle bei der Krankengeldversicherung von Vorteil sein können. Auch Selbstständige im Gesundheitswesen sollten prüfen, ob Leistungen wie eine Kostenübernahme für Heilpraktiker oder alternative Behandlungsmethoden enthalten sind.

Steuerliche Möglichkeit der Absicherung

Als Freiberufler haben Sie die Möglichkeit, die Beiträge zur Krankengeldversicherung steuerlich abzusetzen. Informieren Sie sich bei Ihrem Steuerberater, wie Sie diese Möglichkeit nutzen können und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen. Die steuerliche Absetzbarkeit kann die finanzielle Belastung der Krankengeldversicherung verringern.

Fazit

Eine Krankengeldversicherung ist für Freiberufler eine wichtige Absicherung bei längerer Krankheit. Um die passende Versicherung zu finden, sollten verschiedene Kriterien wie Versicherungsumfang, Beitragshöhe, Versicherungsdauer und die Erfahrungen anderer Kunden beachtet werden. Zudem gibt es spezifische Besonderheiten für bestimmte Berufsgruppen und die Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit. Mit der richtigen Vorsorge kann man als Freiberufler die finanziellen Auswirkungen einer langen Krankheit minimieren.

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