Was ist Krankengeld und wie funktioniert es?

Das Krankengeld ist eine finanzielle Unterstützung, die von der Krankenkasse an Versicherte gezahlt wird, die aufgrund einer Krankheit arbeitsunfähig sind. Es dient dazu, den Verdienstausfall während der Krankschreibung teilweise auszugleichen und somit die Existenz des erkrankten Versicherten abzusichern. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige rund um das Thema Krankengeld und wie es funktioniert.

Wer hat Anspruch auf Krankengeld?

Um Anspruch auf Krankengeld zu haben, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Zunächst einmal müssen Sie gesetzlich krankenversichert sein. Privatversicherte haben keinen Anspruch auf Krankengeld. Des Weiteren muss eine Arbeitsunfähigkeit ärztlich festgestellt worden sein und dies der Krankenkasse mitgeteilt werden. Zudem muss eine bestimmte Wartezeit eingehalten werden, in der der Versicherte kein Arbeitsentgelt erhält. Grundsätzlich besteht ein Anspruch auf Krankengeld für bis zu 78 Wochen innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren.

Berechnung des Krankengeldes

Das Krankengeld wird auf Basis des Regelentgelts berechnet, das der Versicherte vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit durch seine Arbeit erzielt hat. In der Regel beträgt das Krankengeld 70 Prozent des Regelentgelts, jedoch maximal 90 Prozent des Nettoarbeitsentgelts. Es ist allerdings zu beachten, dass das Krankengeld aufgrund bestimmter gesetzlicher Vorgaben gedeckelt ist. Somit kann es sein, dass Versicherte, die ein hohes Gehalt haben, kein Krankengeld in Höhe ihres vollen Entgelts erhalten.

Auszahlung von Krankengeld

Die Krankengeldzahlung erfolgt normalerweise direkt durch die Krankenkasse. In der Regel wird das Krankengeld monatlich im Voraus ausgezahlt. Dafür müssen Versicherte ihre Arbeitsunfähigkeit bei der Krankenkasse vorher anzeigen und eine ärztliche Bescheinigung einreichen. Im Falle einer längeren Krankheit müssen regelmäßig Folgebescheinigungen vom behandelnden Arzt eingereicht werden, damit das Krankengeld weitergezahlt wird. Für den Zeitraum der Krankheit und der damit verbundenen Arbeitsunfähigkeit erhalten Versicherte das Krankengeld, bis sie wieder arbeitsfähig sind oder eine andere Leistung in Anspruch nehmen können.

Was Sie beim Krankengeld beachten müssen

Sozialversicherungsbeiträge während des Bezugs von Krankengeld

Während des Bezugs von Krankengeld sind Versicherte weiterhin sozialversichert. Das bedeutet, dass sowohl der Arbeitgeber- als auch der Arbeitnehmeranteil der Sozialversicherungsbeiträge weiterhin abgeführt werden müssen. Die Krankenkasse zieht diese Beiträge direkt vom Krankengeld ab und führt sie an die entsprechenden Institutionen weiter.

Beendigung des Krankengeldbezugs

Der Krankengeldbezug endet entweder mit der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten oder bei Erreichen des Höchstanspruchs von 78 Wochen innerhalb von drei Jahren. In manchen Fällen kann auch eine medizinische Reha oder eine berufliche Rehabilitation eine Beendigung des Krankengeldbezugs zur Folge haben. Nach dem Ende des Krankengeldbezugs haben Versicherte Anspruch auf Krankentagegeld, sofern sie eine private Krankentagegeldversicherung abgeschlossen haben.

Fazit

Das Krankengeld ist eine wichtige finanzielle Unterstützung für Versicherte, die aufgrund einer Krankheit arbeitsunfähig sind. Es sichert den Verdienstausfall teilweise ab und hilft so dabei, die Existenz des erkrankten Versicherten zu sichern. Allerdings gibt es bestimmte Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um Anspruch auf Krankengeld zu haben. Zudem erfolgt die Auszahlung des Krankengeldes direkt durch die Krankenkasse und es werden weiterhin Sozialversicherungsbeiträge abgeführt. Der Krankengeldbezug endet entweder bei Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit oder nach Erreichen des Höchstanspruchs.

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